Bewertung von Grundstücken mit Anlagen erneuerbarer Energien

Thema:

Nach den Ereignissen von Fukushima (2011) hatte die damalige Bundesregierung im Eiltempo den Atomausstieg beschlossen, um die damit verbundene Energiewende endgültig herbeiführen zu können. Die Pläne sahen seit 2011 nach dem EEG 2012 eine Verdopplung des Anteils der regenerativen Energien am Gesamtverbrauch bis 2020 auf 35 % vor und bis 2030 sollte der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sogar auf mindestens 50 % steigen. Seit 2014 haben die jeweiligen Bundesregierungen neue Zielsetzungen durch das EEG 2014/15 und durch das EEG 2017 neu festgelegt. Mit dem EEG 2017 gilt für WEA, die nach 2018 ans Netz gehen, dass Betreiber sich an Ausschreibungen (das niedrigste Gebot erhält den Zuschlag) der Bundesnetzagentur zu beteiligen, um eine Einspeisevergütung zu erhalten.

Im Seminar werden sowohl die Grundlagen der Bewertung von Grundstücken mit Anlagen erneuerbarer Energien als auch die sich durch die EEG-Änderungen 2014/2015/2017 ergebenden Auswirkungen auf die Bewertung und Wertschöpfungspotentiale bei Bestands- und Neuanlagen behandelt.

Folgende Aufgaben stellen sich in der Praxis:

  • Ermittlung geeigneter Modelle für eine Beteiligung der Grundstückseigentümer an der Wertschöpfung von Anlagen Erneuerbarer Energien (Umsatzbeteiligung).
  • Wertentwicklung landwirtschaftlicher Flächen (Nutzungsentgelte/Ablösebeträge /Bodenwerte) bei Windenergie- /Photovoltaikfreiflächen- sowie Biogasanlagen.
  • Wertermittlung von Windenergieanlagen, Solar-/Photovoltaik- und Biogasanlagen (Neu- und Altanlagen).
  • Einfluss der WEA auf umliegende Wohngrundstücke.

Bewertungsfälle werden anhand der aktuellen Gesetzeslage des EEG 2017 anschaulich behandelt und in drei Mustergut-achten bereitgestellt.

Inhalte:

Windenergieanlagen (WEA)
  • Geeignete Standorte
  • Stromeinspeisevergütungen
  • Nutzungsentgelte (NE)
  • NE -Aufteilungsmodelle
  • Wertermittlungsaufgaben
    • Bodenwerte
    • Nutzungsentgelte/Ablösebeträge
    • Orientierungswerte
    • Wertermittlung von WEA (Neu- und Altanlagen)
    • Einfluss der WEA auf umliegende Wohngrundstücke
Photovoltaik- und Solar- /Geothermieanlagen
  • Grundlagen der Photovoltaik- sowie Solar- und Geothermietechnik
  • geeignete Dächer – geeignete Flächen
  • Stromeinspeisevergütungen
  • Nutzungsentgelte
  • Wertermittlungsaufgaben
    • Bodenwerte
    • Nutzungsentgelte/Ablösebeträge
    • Wertermittlung von Solar-/Geothermie/ und Photovoltaikanlagen (Neu- und Altanlagen)
    • Werterhöhungen der Immobilien mit EE- Anlagen
Biogasanlagen
  • Grundlagen / Begriffe
  • Funktionsweise
  • Planungsrechtliche Situation
    • privilegierte Vorhaben
    • Genehmigungsverfahren
  • Stromeinspeisevergütungen
  • Wertermittlung von Grundstücken mit Biogasanlagen
    • Bodenmarkt / Pachtmarkt
    • Wertermittlung von Biogasanlagen (Neu- und Altanlagen)

Zielgruppen:

Sachverständige für Grundstücksbewertung, Architekten, Ingenieure, Immobilienmakler, Immobiliengutachter der Banken und des Kreditgewerbes, Fach- und Führungskräfte der Immobilienwirtschaft und der Versicherungen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Mitglieder bzw. Mitarbeiter der Gutachterausschüsse, Verwalter öffentlicher und privater Liegenschaften, Sachbearbeiter der Finanzämter, Projektentwickler und Gutachter von Immobilienfonds.

Sonstige Leistungen:

Im Anschluss an die Veranstaltung werden den Teilnehmern die Berechnungsprogramme (Excel-Tabellen) für die Wertermittlung von Windenergie- /Solar- /Geothermie- /Photovoltaik- und Biogasanlagen sowie Mustergutachten für die Bewertung von Grundstücken mit Windenergieanlagen (Nutzungsentgelte /- und Bewertung von Windenergieanlagen) kostenlos bereitgestellt.

In der Seminargebühr sind zudem folgende Leistungen enthalten: Ausführliche und aktuelle Tagungsunterlagen, Begrüßungskaffee, Tagungsgetränke, zwei Kaffeepausen und Mittagessen.